Apulien – Italiens wunderschöner Stiefelabsatz

Apulien kann als der Absatz des Stiefels Italiens bezeichnet werden. Die italienische Region, welche auch „Le Puglie“ genannt wird, bietet neben Sandstränden auch Nationalparks sowie mediterrane Städte und historische Stätten. Hier siedelten die alten Griechen, Römer, Byzantiner und Normannen. Außerdem gibt es hier einige Orte und Bauwerke, die zum Unesco Welterbe gehören.

Apulien teilt sich in sechs Provinzen auf. Vom östlichsten Punkt der Region aus, bei der Landzunge Palascia bei Otranto, befindet man sich nur 78 km von Albanien entfernt. Im Norden Apuliens liegt die zweitgrößte Ebene Italiens, gleich nach der Po-Ebene: die Tavoliere delle Puglie. Schon bei den Römern war diese sich über 4000 km² erstreckende Ebene als Weide- und Ackerland bekannt.

Strände Apuliens

Der 800 km lange Küstenstreifen reicht vom Ionischen Meer bis zur Adria. Beide Meere treffen sich bei Gallipoli, welches auch die „Perle des Salento“ genannt wird, und bei Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels. Einige der bekanntesten Strände Apuliens befinden sich auf der Halbinsel Penisola Salentia, darunter Porto Cesareo, Torre Lapillo, Alimini und die Malediven des Salento (Maldive del Salento). Abgesehen davon gibt es noch viele weitere beliebte Strände, wie der Torre dell’Orso und der Santa Maria di Leuca.

An den Stränden Apuliens kann man nicht nur die Flora und Fauna unter Wasser beobachten, die Region eignet sich auch für das Wind- und Kitesurfen.

Naturparks

In der Region Murge befindet sich das Naturschutzgebiet Terra delle Gravine, auch als die „Gravine“ bezeichnet. Die Gravine sind Felsformationen, welche sich wie ein Canyon durch die Landschaft ziehen und bis zu 100 Metern in die Tiefe reichen. Flüsse stürzen die Felsformationen hinab und sorgen dafür, dass die Höhlen der Landschaft weiter ausgehöhlt werden. Diese Höhlen dienten im Laufe der Geschichte zahlreichen Völkern als Schutzorte.

Südlich von Bari, der Hauptstadt der Region, befindet sich das Naturschutzgebiet Torre Guaceto. Auf einem 6 km langen Küstenstreifen erstreckt sich eine typisch mediterrane Landschaft mit vielen Lagunen und alten Olivenbäumen. In dem Naturpark Gargano und Murge lässt sich anhand von Spuren und Zeugnisse die Geschichte der Region nachvollziehen. Die Naturparks lassen sich zu Fuß und mit dem Rad erschließen.

Städte

Die Regions-Hauptstadt Bari ist ebenfalls einen Besuch wert. Die Universitätsstadt verfügt über einige architektonisch interessante Werke, schöne Kirchen, eine Promenade am Meer und ein historisches Stadtzentrum. Über all dem erstreckt sich eine antike Burg.

Alberobello, die sogenannte „Stadt der Trulli“, wurde 1996 zum Unesco Weltkulturerbe ernannt. Hier stehen die „Trulli“, zahlreiche mit antiken Techniken erbaute Kalksteinhäuser. Man erkennt sie sofort an dem kegelstumpfförmigen Dach. Viele der Trulli stammen aus der Antike und werden selbst heute noch genutzt. Die Trulli lassen sich außerdem in anderen Städten des Itria-Tals besichtigen, etwa in Locorotondo, Cisterno und Fasano.

Eine besonders barocke Stadt ist Lecce, das „Florenz des Südens“. Hier befinden sich viele Bau- und Kunstwerke aus dem Barock. Die Bauten Lecces sind aus einem charakteristischen Stein errichtet, vor allem die Gebäude im Stadtzentrum. Zu den sehenswerten Gebäuden gehören die Sakralbauten Santa Maria della Provvidenza und die Basilica di Santa Croce. Außerdem ist Lecce noch für Feinschmecker interessant, da hier viele typische einheimische Gerichte angeboten werden.
Die „weiße Stadt“ Ostuni verdankt ihren Namen den zahlreichen niedrigen Häusern aus Kalkstein und den vielen engen Gassen des Stadtzentrums. Zu später Stunde lebt in Ostuni das Nachtleben auf. In der Umgebung wurden viele antiken Masserien durch Renovierungsarbeiten wiederhergestellt.

Sehenswürdigkeiten

Castel del Monte ist eine 1240 vom Staufenkaiser Friedrich II. errichtete Burg, gelegen an der Adria. Die Burg zeichnet sich durch eine ungewöhnliche achteckige Form aus. Die achteckigen Türme an den Ecken der Burg vervollständigen das Bild. Wegen des außergewöhnlichen Grundrisses wurde die Burg 1996 zum Unesco Weltkulturerbe ernannt.

Nicht nur für Kirchgänger könnte sich der Besuch der Pilgerkirche des Heiligen Pater Pio in San Giovanni Rotondo lohnen. In Verbindung dazu steht auch das Kapuzinerkloster Santa Maria delle Grazie. Hier starb Pater Pio im Jahre 1968. 2004 wurde hier eine vom Architekten Renzo Piano entworfene Kirche errichtet.

Feste

Zu den bekanntesten Festen Apuliens gehören der Karneval von Putignano und das Fest des Heiligen Nikolaus. Ende August findet das Notte della Taranta statt, ein Festival, bei dem die Pizzica von Stadt zu Stadt reist und ihren Tanz aufführt. Am 25. August kommt das Festival in Melpignano an. Hier spielt das Orchester Notte della Taranta und begleitet Tanzgruppen des Salento sowie andere Tänzer der internationalen Szene bis in die Nacht hinein.

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